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Words: 27513 in 14 pages
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: Sidsel Langröckchen by Aanrud Hans Bergh Lisbeth Illustrator Michaelis Arthur Illustrator Schmidt Walther R Translator - Girls Juvenile fiction; Country life Juvenile fiction; Farm life Juvenile fiction; Norway Juvenile fiction
hte Krummhorn eine kurze Bewegung mit dem Kopf, stiess so heftig mit den H?rnern nach Sidsel, dass diese hinterr?cks zu Boden fiel, und t?nzelte dann gleichg?ltig davon.
Sidsel kam rasch wieder auf die Beine und setzte der Ziege nach. Als sie ihr aber endlich so nahe gekommen war, dass sie eben nach der Leine am Boden greifen wollte, da begann Krummhorn zu traben; sie galoppierte nicht, wie Ziegen zu tun pflegen, sie trabte wie eine Kuh oder ein Elch, trabte am Hause vor?ber und schlug die Richtung nach Svehaugen ein. Sidsel ihr nach; aber so sehr sie auch lief, holte sie sie doch nicht ein. Schliesslich stolperte sie ?ber einen Stein, fiel hin, so lang sie war, und hatte gerade noch Zeit, die Augen aufzuschlagen und Krummhorn im Trabe ?ber die Anh?he verschwinden zu sehen.
Nun blieb ihr nichts andres ?brig, als heimzulaufen und die Mutter zu holen, und dann setzten sie beide der Ziege nach. Aber das wurde ein langes Wettlaufen; erst dicht am Gatter von Svehaugen holten sie Krummhorn ein. Dort stand sie und sah gelassen durch die Zaunpf?hle; sie d?nkte sich offenbar zu gut, um, wie andre Ziegen, ?ber den Zaun hinwegzusetzen, sie, die sich einbildete, sie w?re eine Kuh.
R?nnaug war von dem langen Laufen ganz warm geworden und in Schweiss gebadet, und am Abend, als sie zu Bett gegangen waren, sagte die Mutter, sie friere so erb?rmlich. Das schien Sidsel sonderbar; denn als sie ihr Gesicht an den Hals der Mutter legte, war der so heiss wie ein gl?hender Ofen.
Am n?chsten Morgen weckte die Mutter Sidsel und bat sie, zu Kari Svehaugen hin?berzugehen und sie zu bitten, sie m?ge zu ihr kommen und nach ihr sehen, sie f?hle sich ganz elend und werde gewiss nicht aufstehen k?nnen.
Das kam Sidsel wieder seltsam vor; denn sie hatte die Mutter noch nie mit so ger?teten Wangen und mit so lebhaften Augen gesehen. Aber auf einmal kam ihr alles so verwunderlich vor, dass sie kein Wort hervorbrachte, sondern sofort aufstand, sich eilig ankleidete und davonst?rzte.
Nun kamen seltsame Tage oben im Guckausschloss. Wenn Sidsel Langr?ckchen sp?terhin an die Zeit zur?ckdachte, war es ihr, als sei es wie ein einziger schrecklich langer Tag gewesen, an dem so vielerlei geschehen war, was sie sich gar nicht recht klar machen und auseinanderhalten konnte. Alle Erinnerungen an diese Zeit waren wie Schatten, die in einem gelblich flammenden, b?sartigen Licht vor?berdr?ngten und sich jagten, und durch all dies Gewirr hindurch h?rte sie wie ein unabl?ssiges Sausen ein schweres, wehes Atemholen.
Ihr war, als k?nne sie in der Ferne Kari Svehaugen erkennen, die still herumging und im Hause und im Kuhstall alles besorgte, und sie selbst hatte gewiss mehrere Male oben im Ge?st einer Birke gesessen und Knospen gepfl?ckt. Auch Lars Svehaugen glitt rasch an ihrem Auge vor?ber, als h?tte er es furchtbar eilig. Und dann war einer gefahren gekommen, im Pelz und mit grossen, schweren Stiefeln, den alle umringten und dessen Worten sie lauschten; und mit ihm kam ein eigent?mlicher Geruch, der gleichsam die ganze Stube ausf?llte, auch noch lange, nachdem er schon wieder fort war.
Ihr war auch, als h?tte sie Kjersti Ho?l auf einem Stuhle sitzen und allerhand gute Sachen aus einem grossen Korbe auspacken sehen, und Jakob stand daneben und hatte ein grosses St?ck Rosinenkuchen in der Hand, an dem er kaute, immerfort kaute, als w?re es ihm unm?glich, den Rosinenkuchen hinunterzuw?rgen. Am deutlichsten sah sie seine Augen, sie waren so gross und seltsam gl?nzend.
Dann war sie eines Morgens in blendend grauem Tageslicht erwacht. Und von da ab sah sie alles und konnte sich auf alles ganz deutlich besinnen. Sie lag in dem kleinen Kinderbette, in dem Jakob zu liegen pflegte, als er noch zu Hause war -- sie mochte wohl alle diese N?chte darin gelegen haben -- und Kari Svehaugen beugte sich ?ber sie und sah auf sie herab. Es war ganz still; das schwere, wehe Atemholen konnte sie jetzt nicht mehr h?ren; es knisterte bloss im Feuer auf dem Herd, und ein warmer Luftstrom drang von dort herein.
Kari sagte ganz still:
Nun hat es deine Mutter gut, kleine Sidsel, so gut, wie sie es nie zuvor gehabt hat. Und deshalb sollst du auch nicht weinen.
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